Ergotherapie

Übergeordnete Zielsetzung der Ergotherapie ist die Förderung von Selbständigkeit und Handlungskompetenz im Alltag der Patientinnen. Eine Abhängigkeitserkrankung bringt psychosoziale Folgen mit sich. Problemlagen im Erwerbsleben in Form abgebrochener Schulabschlüsse oder Aus­­bildungen, Arbeitsplatzverlust, fehlender Einstieg ins Berufsleben, Interessenverlust und sozialer Rückzug treten auf. Strukturierung und als sinnvoll erachtete Betätigung im Alltag fallen für die Betroffenen somit weg, so dass sich die Symptomatik weiter verstärkt. Aktivitäten des täglichen Lebens wie die Selbstversorgung, Haushalt und eine sinnvolle Freizeitgestaltung werden vernachlässigt.

Im Rahmen der Ergotherapie werden die Patientinnen dazu angeleitet, diese Fähigkeiten wieder zu stärken bzw. zurückzuerlangen. Die individuellen Ziele werden gemeinsam mit der Patientin und im Behandlerteam formuliert.

Die Schwerpunkte der Ergotherapie bestehen in:

    • Erfassung des Ist-Zustandes bzgl. der Arbeitsfähigkeiten in den Bereichen der elementaren, emotionalen und sozialen Fähigkeiten sowie im Bereich des Selbstbildes
    • ressourcenorientierter Stärkung und Training der genannten Bereiche
    • Entwicklung einer beruflichen Perspektive

Im Bezugsgruppensetting trainieren die Patientinnen ihre Fertigkeiten in den Bereichen Garten, Holz, EDV, Hauswirtschaft sowie aktive Freizeitgestaltung und Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL). Nach Indikation kann die Patientin auch am kognitiven Training teilnehmen oder ein Bewerbungstraining durchlaufen.